3. Tipp – Die Beiträge
Nun haben wir schon einiges abgefrühstückt – das Thema wurde nun bereits festgelegt und eine erste Struktur für unsere Beiträge haben wir im Kopf oder besser sogar schon auf dem Zettel.
Autor
Wer schreibt dort eigentlich? Das ist die allererste Frage, die dem Leser unbedingt beantwortet werden sollte – meiner Meinung nach selbst wenn man einen Corporate-Blog, als einen Blog für ein Unternehmen führt.
Häufigkeit
Man sollte eine gewisse Regelmäßigkeit bei den Veröffentlichungen einhalten. Es macht einen schlechten Eindruck, wenn man in der Anfangszeit dem Leser täglich 3 neue Artikel bietet und dann von heute auf morgen und ohne Ankündigung den Leser mit nur noch 1-2 Artikeln im Monat abspeisen will. Steigert man die Beitragshäufigkeit, so ist dies durchaus positiv, eine zu große Reduzierung der Veröffentlichungen wird aber meist negativ wahrgenommen.
Meiner Meinung nach sollte man nicht mehr als 3-4 Artikel pro Tag verfassen – je nach Größe und Umfang. Hat man wirklich so viel zu schreiben, sollte man die Artikel für andere Tage vormerken. Anstatt einer mehrere Seiten umfassenden Reportage lässt sich solch ein Artikel gut in eine kleine Serie in mehrere Teile aufsplitten. Dies macht den Leser neugierig und lässt ihn wiederkommen.
Kommunikation
Sieht man seinen Blog als Kommunikationsplattform und möchte seine Leser binden und eine gewisse Verbindung zwischen Blog, Autor und Leser schaffen, darf man keinesfalls auf die Kommentarfunktion verzichten. Diese müssen regelmäßig durchgeschaut und auch freigeschaltet werden, wenn man auf moderierte Kommentare setzt. Fragen, die ein Leser stellt, sollte beantwortet werden. Sprich deine Kommentatoren mit Namen an, wenn du ihnen antwortest. Eine Dankes-Email für jeden abgegeben Kommentar ist allerdings übertrieben.
Schau dir die Webseiten deiner Besucher, die einen Kommentar hinterlassen, an und kommentiere auch dort Beiträge, die dich interessieren.
Ebenfalls ist es lohnenswert bei eigenen Beiträgen nach Feedback zu fragen. Schreibst du zum Beispiel über eine Software, dann frage nach Alternativen, die die Besucher kennen könnten.
Schreibstil
Halte dich bei deinen Beiträgen an einen Schreibstil – an deinen eigenen! Die Leser sollen sich ein Bild von dir machen können und ein Text verrät mehr als seine Worte. Überlege dir, ob du in deinen Beiträgen den Besucher per “Du” ansprechen möchtest oder du lieber das “man” nutzt. Für private Blogs empfehle ich auf die förmliche Anrede “Sie” zu verzichten – bei Corporate-Blogs kann dies durchaus Usus sein.
Bilder
Artikel nur aus Texten wirken schnell langweilig. Setze zur Illustration auch Bilder und Screenshots ein. Achte dabei auf das Copyright! Kopiere keinesfalls Bilder aus der Google-Suche ohne Recherche über das Copyright in deinen Blog.
Bilder von Webseiten lassen sich klassisch per “Druck”-Taste erstellen. Man kann aber auch die Firefox-Erweiterung FireShot einsetzen, welche wirklich umfangreiche Möglichkeiten bieten und zu der ich auch einen Artikel verfasst habe.
Für Produktbilder empfehle ich die freie Produktbilderdatenbank bepixelung.org und das Amazon Partnernet (danke an Caschy für diesen Tipp). Wichtig ist, dass man nicht nur die Bilder von Amazon kopiert, sondern auch einen Backlink auf den Artikel setzt – somit kann man gleich noch ein paar Euro dazuverdienen, aber nähere dazu unter Monetarisierung.
Teaser
Viele Blogsysteme bieten die Funktion kleine Teasertexte zu Artikel zu verfassen und auf der Startseite anzuzeigen – aber wann lohnt es sich das “more”-Tag zu setzen? Verfasst man einen Artikel und will diesen verkürzt auf der Startseite anzeigen, sollte man sich an die Faustregel halten, dass nach dem “more”-Tag noch mindestens genauso viel Text kommen sollte, wie sich schon im Teaser befindet. Besser ist eine 1/3 zu 2/3 Aufteilung.
Ein “Weiterlesen…” Link soll dem Leser Lust auf mehr machen – speist man ihn hier nur noch mit einem Screenshot oder einem Zweizeiler ab, ist er schnell enttäuscht und klickt beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr auf “Weiterlesen”.
Teasertexte sollte man so verfassen, dass man nicht zu viel über den eigentlichen Artikel verrät, aber doch Lust und Neugierde beim Leser weckt. Der Leser soll sich fragen, was sich nun hinter dem Teaser verbirgt. Für Artikel über Software bieten sich Teaser-Texte an, die eine Problematik beschreiben und im letzten Satz mit einer Aussage a’la “Doch damit ist nun Schluss.” oder “Dieses Problem kann nun dank Produkt XYZ gelöst werden”.
Quellen
Sei ehrlich und nenne deine Quellen. Wenn du in einem anderen Blog was interessantes liest, dann sei auch so ehrlich und verlinke den Beitrag des Autors. Wenn du einen Beitrag aus einem anderen Beitrag rezitierst, dann musst du einen Mehrwert schaffen. Schreibe eine eigene Anmerkung oder deine Ansicht zu dieser Meldung. Beiträge a’la “Hier Leute, das hier habe ich bei XYZ gelesen” schaffen keinen Mehrwert und zeugen nicht davon, dass du dem Besucher wirklich mehr bieten kannst als andere Blogs.
Links
Weiterhin solltest du auch verlinken was dir interessant erscheint. Geize nicht mit Links! Es macht durchaus Sinn sowohl auf die Startseite, als auch auf eine entsprechende Unterseite zu verlinken. Liest du in einem anderen Blog über eine tolle Software, dann verlinke auf den entsprechenden Artikel und vielleicht noch mit einem Gruß und der namentlichen Nennung des anderen Blogs oder Autors auf die Startseite.
Setze aussagekräftige Links und vermeide Texte wie “Hier kann man es nachlesen.” wobei dann der Link nur auf dem Wort “hier” liegt.