Mein Eindruck des LG NAS N2B1
Hier habe ich ja bereits darüber berichtet, dass ich erneut Hardware zu Testen bekommen habe. Ich hatte in den letzten Wochen einiges um die Ohren, so dass ich erst jetzt zum Test komme. Von LG habe ich das N2B1 NAS mit 2 TB Speicher zum Testen bekommen – hier mal einige Bilder vom Auspacken, unter Nerds auch Unboxing genannt.
Im Lieferumfang des LG NAS N2B1 2TB befindet sich das Netzteil, sowie ein Lan-Kabel. Weiterhin ein Karton mit der Anleitung, sowie natürlich das Gerät selbst.
Auf einen Blick
- RJ 45, 10/100/1.000 Mbps
- 3 x USB 2.0
- eSATA II
- 4in1 Kartenleser
- 2 x 1000 GB HDD
- Integrierter Blu-ray Brenner
- LCD Anzeige
- Unterstützte Dateisysteme: UTF-8, .EXT3, .FAT, .NTFS
- FTP, HTTP, AFP, CIFS/SMB Unterstützung
- Anwendungen: Backup Server, FTP Server, Print Server, Active Directory, iTunes Musik Server, Dyn. DNS, torrent P2P Datenaustausch, Web DAV Webserver File Management, DLNA Digital Media Center, Easy Wizard
- Gewicht mit Festplatten: 5,2 kg
Die Technik
Das NAS verfügt in meiner Variante über zwei eingebaute 3.5" SATA Festplatten von je 1 TB. Je Nach Einstellung des RAID lässt sich jedoch nur ein Teil der insgesamt 2 TB nutzen. Das Gerät beherrscht folgende Raid-Varianten: 0 (Striping), 1 (Mirroring), JBOD sowie RAID 1 + JBOD.
Sehr reizvoll ist der integrierte Blu-Ray Brenner, der mit bis zu 6facher Geschwindigkeit Blu-Rays über das Netzwerk brennen kann. Desweiteren besitzt das NAS 3x USB 2.0 (1x Vorderseite, 2 x Rückseite), sowie auch einen eSATA II Anschluss auf der Rückseite und einen 4in1 Kartenleser auf der Gehäuse-Oberseite.
Der erste Eindruck ist super. Gute Verarbeitung, keine scharfen Ecken oder Kanten, kein Quitschen, kein Knarzen. Das Gehäuse wirkt solide und gleichzeitig schon einen Tick edel.
Die Installation
Die Installation und Einrichtung ist kinderleicht. NAS anschließen und einschalten. Wichtig ist, dass man das NAS (logischerweise) auch ins Netzwerk einbindet, einfach per LAN-Kabel an den Router klemmen. Sofern der Router DHCP bietet kann man das NAS direkt per Webbrowser unter http://lg-nas ansprechen und man landet auf der Konfigurationsseite. Standardmäßig lautet der Login Benutzername: admin / Kennwort: admin
Das Web-Frontend ist aufgeräumt und lässt sich einfach bedienen. Von hier aus hat man die volle Kontrolle über das NAS. Die Platten lassen sich formatieren, ein RAID lässt sich einrichten und der Stand-By Modus konfigurieren.
Neben der normalen Aufgabe als Massenspeicher fungiert das NAS auch als iTunes-Server und hat einen Torrent-Client, den man direkt über den Browser steuert. Im Test lief ein Torrent-Download sehr zuverlässig und schnell.
Der iTunes-Server ist hier schwächer. Es lässt sich nicht explizit ein Ordner festlegen, der indiziert werden soll. Leider wird immer das gesamte NAS katalogisiert. Ein manuelles Update lässt sich nicht auslösen, lediglich ein Update-Intervall von 5 Minuten ist möglich.
Als weiteren Service bietet das NAS ein automatisches Backup von USB-Speichermedien wie zum Beispiel einem USB-Stick. Schließt man einen USB-Stick an, so kann das NAS automatisch ein Backup der Daten direkt aufs NAS kopieren.
Mein Fazit
Das Gerät ist top und macht Spaß. Es ist das erste NAS, welches ich einsetze. Ich bin überzeugt von der Schnelligkeit, der Zuverlässigkeit – und da es bei mir in der Nähe vom Rechner steht – auch von der geringen Lautstärke.
Weiterhin klasse, dass sich das Gerät einfach durch eine externe USB-Festplatte erweitern lässt.
Bisher einziges Manko: Der Stand-By Modus lässt sich nur für einen Zeitraum definieren. Die Möglichkeit hier nach Wochentagen zu unterscheiden fehlt leider gänzlich.
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Patrick sagt
7. April 2010 um 17:23
JBOD + RAID1 bei zwei Festplatten? Das Feature ist wohl nur bei einer größeren Variante mit mehr Festplatten verfügbar, oder wie soll ich mir das vorstellen?
Heisst “testen” bei dir eigentlich “testen + zurückschicken” oder “testen + behalten”? Wie kommst du immer an die Hardware? Schreibst du Shops/Hersteller an?
Roman sagt
7. April 2010 um 17:27
Die technischen Daten hab ich aus dem Datenblatt, daher hab ich es mal so aufgeführt.
Testen mit Zurückschicken – leider.
Meist sind es Presseexemplare, die man zu einem Vorzugspreis kaufen kann. Meist so 50% günstiger als der UVP.
Bisher wurde ich von den Herstellern bzw. der Pressestelle angesprochen, ob ich das Gerät testen mag.
Max sagt
7. April 2010 um 20:56
Auch wenn ich mich jetzt als DAU oute. Für was kann man das Teil als Privatmensch den gebrauchen? Tuts da nicht auch ein “normaler” Rechner?
Patrick sagt
7. April 2010 um 20:57
Wenn du mit mehreren in einem Haushalt lebst (du und deine Freundin z.B.) dann könnt ihr beide auf dieselben Daten zugreifen ohne das beide Rechner an sein müssen.
Außerdem kann man so auch schön bequem Backups fahren.
lasthero sagt
21. Mai 2010 um 08:22
Habe dieses Gerät auch gekauft. Dann jedoch leider feststellen müssen, das sich für das Dateisystem das Admin-Kennwort nicht wirksam ändern lässt. Die Änderung greift nur für die Web-Konsole. Das bedeutet, das sämtliche Familienmitglieder (oder Mitarbeiter) immer mit Kennwort admin an sämtliche Dateien kommen. Habe die Firmware aktualisiert, die Festplatten neu initialisieren lassen (als RAID 1). Aber keine Änderung. Deswegen gebe ich es heute wieder zurück.
Noch ein Problem, sobald kann das Admin-Kennwort ändert, kommt man auch mit dem eingebauten Ajax nicht mehr auf die Ordnerstruktur und kann auch keine Ordner oder Dateien mehr anlegen.