Warum Twitter It! dem Server gut tut

Vorweg: Diese Artikel ist keine Werbung für mein Plugin, sondern viel mehr ein Hinweis an alle, die via Hardcode im Template einen Twitter-Link erzeugen.

Ich möchte hier gerne nochmal ausführen, warum ich mich für die Entwicklung eines Twitter-Plugins entschieden habe und eben die “quick’n’dirty” Methode via Hardcode im WordPress-Template vermieden habe.

Die Serverlast

Ganz vorne an steht die Serverlast – denn das war der Hauptgrund der für die Entwicklung eines Plugins und gegen die Integration via Hardcode sprach.

Das ganze lässt sich leicht in Zahlen ausdrücken: Das Erzeugen einer TinyURL dauert Durchschnitt bei mir 156ms, je nach Anbindung und Bandbreite können diese Zahlen etwas varieren, aber selbst wenn man im Schnitt von 100ms je Tiny-URL ausgeht, sind diese Zahlen interessant.

Laufzeit TinyURL

100ms Sekunden sind nicht viel – denkt man zumindest. Doch bietet man den Twitter-Link bereits auf der Hauptseite, auf dem sich die Teaser der Artikel befinden, steigt die Zahl erheblich. Hat man 10 verschiedene Beiträge auf der Startseite so läuft der API-Aufruf von TinyURL nicht nur ein Mal sondern 10x. Somit kommen wir pro Seitenaufruf und Besucher auf Laufzeit von einer Sekunde.

Vergleich Laufzeit

Im Gegensatz dazu ist die Laufzeit des Twitter It! WordPress Plugins zu vernachlässigen. Zwar werden hier auch TinyURLs erzeugt – also liegt die Last auch bei ~100ms – jedoch nur einmalig pro Artikel, denn die gekürzten URLs haben keine begrenzte Lebenszeit und können so in der Datenbank gecacht werden. Eine Abfrage der eigenen Datenbank dauert im Schnitt In 0,3ms (!) (gemessen via php microtime()).

Für die Serverlast ergeben sich also bei ca. 1000 Besuchern und 3 Artikel am Tag also folgende Zahlen:

  • Hardcoded: Jeder Artikel wird über TinyURL abgefragt
    300.000ms = 300 Sekunden = 5min
  • Twitter It!: Nutzung des Caches, TinyURL-Abfrage nur 1x pro Artikel.
    1200ms = 1,2 Sekunden (1000 Besucher * 0,03 ms pro Artikel * 3 Artikel + 1* 100ms TinyURL)

Das Twitter It! Plugin wurde übrigens von WordPress.org überprüft und für gut empfunden. Es befindet sich mittlerweile in der WordPress-Plugin Datenbank und kann direkt über WordPress installiert werden – oder man lädt es bei WordPress Plugins herunter.

Frank hatte in seinem Blog geschrieben, dass die Lösung via Plugin übertrieben sei – aber wie Zahlen zeigen ist solch ein Plugin, sobald es Caching unterstützt, keineswegs übertrieben, sondern eher eine Lasterleichterung für Server und Besucher.

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